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Wildes Wasser

Seit der Mensch die Flüsse als Transportwege entdeckt hat, werden diese in immer stärkerem Maße durch Staustufen, Schleusen, Uferbgradigungen und technischen Uferverbau in sogenannte "Wasserstraßen verwandelt.

Dies führte unter anderem zu einem schnelleren und verstärkten Abfluss des Wassers. Zum Beispiel wurde der Rhein zwischen Basel und Koblenz um mehr als ein Drittel verkürzt. Zusätzlich ist die Kompensation des Hochwassers durch die Zerstörung der Auen verloren gegangen, was, wie wir es in den vergangenen Jahren erlebt haben, zu einer verstärkten Hochwassergefährdung für die Unteranlieger führt, und enorme volkswirtschaftliche Schäden verursacht.

Darüber hinaus gehören die Flussauen zu den artenreichsten und bedrohtesten Lebensräumen Mitteleuropas und zeichnen sich durch vielgestaltige, spezialisierte Lebensformen aus, die dem Wechsel von Hoch und Niedrigwasser angepasst sind. Damit bieten sie Raum für eine besonders große Anzahl von seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Heute sind nicht einmal mehr 10% der Flüsse und Flussauen Deutschlands als natürlich oder naturnah zu bezeichnen. Auch an Donau, Elbe, Havel und Oder gibt es noch letzte Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung. Zahlreiche Vogelschutzgebiete (z.B. Elbtalaue, mittlere Elbe, Untere Havel, Unteres Odertal, Oderbruch) sind heute schon als SPA (Special Protection Areas gemäß der Europäischen Vogelschutzrichtlinie) international geschützt und werden in Zukunft auch nach der FFH (Flora-Fauna-Habitate) Richtlinie Bestandteil des europaweit zu schaffenden Schutzgebietssystems Natura 2000 sein. Die großräumige Erhaltung dieser letzten noch relativ naturnahen Flussauen ist also auch eine internationale Verpflichtung.

Die ökologischen Schäden und Lebensraumverluste durch Ausbau und Unterhaltung der Flüsse im Sinne der Schifffahrt sind somit weitestgehend irreversibel und außerdem derart gravierend, dass bei der modernen Schifffahrt mit immer größeren Tonnagen keineswegs von einem ökologischen Verkehrsmittel gesprochen werden kann. Die Binnenschifffahrt ist nur dort ein umweltverträglicher Verkehrsträger, wo die natürlichen Gegebenheiten den Einsatz großer Schiffe erlauben.

Aus diesen Gründen setzt sich der BUND für den Erhalt naturnaher Flüsse ,bzw. die Renaturierung verbauter Flüsse ein und ist strikt gegen den Ausbau der letzten naturnahen deutschen Flusslandschaften an Elbe, Saale, Havel und Oder zu Wasserautobahnen.





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