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Hintergrund: Wildtiere in der Stadt - kein Grund zur Panik!

Viele Wildtiere haben für sich die Stadt als Lebensraum entdeckt und bringen uns dadurch ein wenig Wildnis in die sonst eher naturarmen Städte. Sie kommen hierher, weil ihnen der Mensch durch die fortschreitende Besiedlung ihr natürliches Areal genommen hat, sie hier ein reichhaltiges Nahrungsangebot finden und es klimatisch günstig ist. In Großstädten - insbesondere in Grünanlagen, Parks, Friedhöfen und Gärten - leben häufig mehr Arten als in der umliegenden Argrarlandschaft, die aufgrund ihrer idustrialisierten Nutzung oft keinen ausreichenden Raum mehr für die heimische Flora und Fauna bietet.

Wie die in Berlin vorhandene Artenvielfalt beweist, sind Stadt und Natur keine Gegensätze. Es gibt hier eine Vielfalt von Lebensräumen - angefangen bei den Gewässern, über Moore und Trockenrasen, bis hin zur "Felswüste aus Beton". So sind in unserer Stadt 53 Säugetierarten und 180 Brutvogelarten nachgewiesen.

Trotz dieser großen Artenvielfalt dürfen wir jedoch nicht vergessen, dass viele von ihnen auch in ihrem neuen Lebensraum erneut bedroht sind und unserer besonderen Aufmerksamkeit und unseres Schutzes bedürfen. So siedeln sich zum Beispiel Gebäudebrüter wie Mauersegler, Sperling und Hausrotschwanz in Nischen und Hohlräumen unserer Häuser an, wo sie im Zuge von Gebäudesanierungen verdrängt werden, ohne dass Ersatzmaßnahmen für zerstörte Schlaf- und Nistplätze geschaffen werden. Auch bieten übertrieben gepflegte Gärten mit exotischen Pflanzen und Zierrasen weder ausreichenden Schutz noch genügend Nahrung. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Kunstdünger sowie der Eintrag von Stickstoff, der durch das hohe Verkehrsaufkommen und aus der Landwirtschaft herrühren, zerstören die Nahrungsgrundlage vieler Tiere und schränken somit die Artenvielfalt ein. Selbst in noch naturnahen Bereichen und in deren Nähe kommen unzählige nachtaktive Insekten an Beleuchtungsquellen um. Dabei widersprechen sich Artenschutz und gute Außenbeleuchtung nicht; beides kann durch den Einsatz entsprechender Lampen und Leuchten ohne weiteres miteinander erreicht werden.

Viele Wildtiere, wie zum Beispiel Vögel, sind mit ihren Gesängen und Rufen ein Naturerlebnis mitten in der Stadt und tragen zu unserem Wohlbefinden in erheblicher Weise bei. Jedoch leben sie teilweise so versteckt, dass sie gar nicht von uns wahrgenommen werden. Hier möchte der BUND aufmerksam machen und dazu beitragen, dass über den Weg der bewussteren Wahrnehmung auch diese "Stadtbewohner" als schützenswert begriffen werden.

Nicht alle Wildtiere gelten jedoch als willkommen. So ist der Maulwurf unter Gartenfreunden nicht besonders beliebt. Dabei ist die Anwesenheit eines Maulwurfs ein gutes Zeichen; denn dort, wo er gräbt, ist die (Boden-)Welt noch in Ordnung.

Hintergrundinformationen zu ausgewählten Wildtierarten erhalten Sie über die nebenstehende Linkliste.





Wildtiere in Berlin:

Gebäudebrüter
Rabenvögel
Fledermäuse
Maulwurf
Igel
Wildschweine
Rotfuchs
Wildkaninchen
Steinmarder
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Insekten


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