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Wilde Flächen

Grünflächen können mehr sein als nur kurz gemähte grüne Rasenflächen. Sie können ein Stück unberührter Natur in der Großstadt bedeuten, eine Oase für zahlreiche Tiere und Pflanzen, ein Anblick von wilder Lebendigkeit inmitten streng durchgeplanter Stadtgebiete. Ein schönes Beispiel dafür ist der Tempelhofer Natur-Park "Südgelände". Der ehemalige Rangierbahnhof Tempelhof, ein 18 ha großes Gelände, fasziniert heute viele Besucherinnen und Besucher durch seinen artenreichen Wildwuchs.

Wildnis findet sich auch am Stadtrand wieder. Fünf Kilometer südlich von Berlin, bei Teltow, wächst und gedeiht eine Streuobstwiese, die der BUND gepachtet hat. Die Bäume sind weit im Gelände verteilt, ein üppiger Unterbewuchs aus Kräutern und Gräsern bietet wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tierarten.

Ein anderes aufregendes Naturerlebnis bietet das größte Berliner Naturschutzgebiet Gosener Wiesen. Es liegt an der östlichen Stadtgrenze zwischen Müggelspree, Dämeritzsee und Seddinsee im Spreetal und ist ca. 100 ha groß. Auf den für die Öffentlichkeit freigegebenen Wegen können Sie dort eine seltene Mischung aus feuchten und trockenen Lebensräumen entdecken: undurchdringliche Erlenbruchwälder wachsen neben Feuchtwiesen, daneben befinden sich mit Kiefern und Trockenrasen bestandene Sanddünen.
Das Gebiet ist eine alte Kulturlandschaft, die ihre Entstehung dem Wirtschaften der Gosener und Müggelheimer Bauern verdankt. Inzwischen werden große Teile der Wiesen nicht mehr genutzt und gemäht und verbuschen allmählich wieder. Die ursprüngliche Vegetation, der Erlenbruchwald erobert sich das Gebiet wieder zurück. Die Berliner Naturschutzbehörde lässt alljährlich große Wiesenflächen durch einen ortsansässigen Landwirtschaftsbetrieb mähen und beweiden, um wenigstens einen Teil dieser Wiesenlandschaft mit ihrem Reichtum an Pflanzen und Tierarten zu erhalten.
Aufgrund seiner Unzugänglichkeit ist das Gebiet trotz seiner unmittelbaren Nähe zum Berliner Ballungsraum ein hervorragendes Refugium für gefährdete Tierarten wie z.B. den Fischotter, aber auch für Wiesen oder vom Aussterben bedrohte Insekten- und Wassermolluskenarten.
Bitte respektieren Sie bei einem Besuch diese Ungestörtheit und verlassen sie nicht die freigegebenen Wege. Im Übrigen können sie das Gebiet auch per Kanu entlang des Gosener Grabens erleben. Auch hier gilt: Bitte nicht stören und nicht betreten.

Durch den Kauf von Wiesenflächen versucht der BUND das Gebiet in seiner einmaligen Ungestörtheit auch langfristig zu sichern.





Links:

Gosener Wiesen:
- Flächenkauf


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